Konjunkturschwäche im Einzelhandel?
Preiswert sein heißt die Devise. Aber zu preiswert senkt dann doch den Gewinn. Unter Einkaufspreis verkaufen ging wohl eine Weile lang gut - vor allem, wenn nicht das ganze Sortiment unter Preis verschleudert wird sondern auch einige Produkte mit Gewinn veräußert werden. Allerdings scheint die Rechnung beim weltweit größten Einzelhandels- Discounter nicht so ganz aufgegangen zu sein. Zum Geschäftsjahresende hin werden die erwarteten Gewinne doch niedriger benannt als bisher. Dennoch wird auf Konzernebene keine Panik ausbrechen, nur weil die Gewinne niedriger ausfallen als angenommen. Denn die Kasse gerät noch nicht ins minus. Die Aktien des Unternehmens sind kürzlich höher im Wert gewesen als von Börsenprofis vorausgesagt. Wenn da nicht der Umsatzrückgang auf der einen Seite das nicht zu verachtende Plus auf der anderen Seite aufwiegt, vielleicht sogar übertrifft, dürfte es keine Krise auf Konzernebene geben. Denn preiswert einkaufen wollen die Menschen immer. Oft müssen sie sogar auf die Preise achten, da ihr monatliches Budget es nicht anders zuläßt. Auch im Bereich des Einzelhandels- Disconters wird es modernste Kassensystem geben, die konzernweit in vielerlei Richtungen vernetzt sind. Lokal ins jeweilige Warenlager, von dort ins Zentrallager um Waren zu ordern. Auch auf lokalter Ebene wird es Vernetzungen geben, die die Personalplanung unterstützen. In jedem Fall werden die einzelnen Filialen mit der Unternehmenszentrale vernetzt sein, weil täglich die Kassen -abrechungen und die jeweiligen Umsätze nicht nur statistisch zu erfassen sind, sondern auch unternehmerisches Weiterdenken und -planen erst ermöglicht. Und unternehmerisches Handeln setzt Kenntnisse über die jeweiligen Zustände der Filialen voraus. Bei Nutzung von Registrierkassen, die nicht miteinander verbunden sind, bedeutet diese Kenntnissnhame erheblich mehr Zeitaufwand. Allerdings ist es üblich, dass die Geschäftsleitung Kenntnis über die regelmäßigen Umsätze bekommt. Zumindest in monatlichen Zyklen ist es sinnvoll, seitens der Unternehmensführung Einblick in die Geschäftszahlen zu nehmen um frühzeitig Verbesserungen auszuführen beziehungsweise um Negativentwicklungen vorzubeugen und gegenzusteuern. Modernste Kommunikationseinrichtungen sind da mehr als hlifreich. Die Postkutsche würde zu spät kommen. Darum sind Internet, Telefon und untereinander sowie mit der Konzernzentrale vernetzte Kassensystem unabdingbar, aber eben auch sehr komfortabel. Denn es kann sofort auf sämtliche Veränderungen reagiert werden. Das Verhältnis zwischen preiswert sein, Innovation, Neuerungen, Arbeitsplatzerhaltung und so weiter muss stimmen. Da nutzt es nichts, dass die Geschäftsleitung gewinnorientiert denkt. Denn wenn nur ein Störfaktor im System des Unternehmens auftaucht oder gar zu groß wird, dann ist die Krise vorherzusehen. Neueste Kassensysteme mitsamt modernster Software nutzen da nichts, wenn die Unternehmenspolitik nicht stimmt. Aber dazu ist es ja im großen und ganzen noch nicht gekommen. Prima. Dennoch steuern wir derzeit geradewegs in Richtung einer wirtschaftlichen Katastrophe. Der Aufschwung macht momentan eine Vollbremsung, die wahrscheinlich sogar in einer Rezession endet. Die werden wir wohl schon im kommenden Jahr zu spürenbekommen. Und dann wird weder im Einzelhandel noch in der Dienstleistung die Kasse stimmen; beim Endverbraucher schon gar nicht. Der ist am Ende gar der Leidtragende.
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