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Datenschutz - Gesetzgebung und Eigenverantwortung
Internetnutzer können demnächst Freunde per Handyortung über das Internet aufspüren. Der Anbieter findet es spaßig, Datenschützer schlagen Alarm. Schon die drei Skandale aus großen deutschen Unternehmen ließen alle aufhorchen. Bei Lidl wurden Mitarbeiter mit Kameras überwacht, im Kassenbereich konnten sich nicht einmal die Kunden dagegen wehren. Bei der Telekom gab es ein großes Tamtam um gestohlene Kundendaten. Das war 2006. In 2008 kam dann noch hinzu, dass Verbindungsdaten von leitenden Mitarbeitern heimlich auf Kontakte zu Journalisten überprüft wurde. Und bei der Bahn wurden beinahe alle Mitarbeiter unter Generalverdacht gestellt und auf Korruptionsverdacht überprüft. In allen drei Fällen wurden die Mitarbeiter nicht informiert. Dass das nicht in Ordnung ist, steht außer Frage. Gut, beim Telefonanschluss müssen Daten verarbeitet werden, damit Gebühren dem Kunden zugeordnet werden können. Da ist das Unternehmen gefragt, für Datensicherheit zu sorgen. Aber ansonsten ist jeder Verbraucher auch eigenverantwortlich in der Pflicht zu entscheiden, wem er welche Daten anvertraut. Die elektronische Datenerfassung der heutigen Zeit bringt es mit sich, dass man viele Annehmlichkeiten der Technik als Arbeitserleichterung und Organisationshilfe weiträumig positiv nutzen kann. So werden zum Beispiel im Bereich Einzelhandel in den Supermärkten teilweise schon per Transponder oder mit modernen elektronischen Kassensystemen eine Vielzahl von Verkaufsprodukten erfasst, gebündelt und verwaltet. Diese Bündelung ist im Bereich Lagerhaltung und Verwaltung durch die Kassensysteme ein großer Fortschritt. Weiterhin führt diese Bündelung von gesammelten Kassen bons aber auch zu einer durchsichtigen Verbraucherstruktur. Auch der Vorteil über die beliebten Payback-Punkte kann zu einem gläsernen Kunden im negativen Fall führen. Die High Tech Kassensysteme sind hier der Datenlieferant für Computerdatenbanken. Viele Unternehmen des Einzelhandels sind hier gerne angeschlossen um ihren Kunden interessante Vorteilspakete zu bieten, was natürlich auch im Hinblick von Stammkundenbindung geschieht. Objektiv gesehen und vertrauensvoll behandelt werden so mittels Kassensystem und Einkaufsbon Vorteile auf beiden Seiten geschaffen. Das Unternehmen gewinnt mehr Stammkunden, und der Verbraucher erhält attraktive Preisnachlässe und Vorteilsboni. Natürlich sind die Unternehmen daran interessiert, ihre Käuferschicht mit einem optimierten Angebot zielsicher mit geringem Aufwand auf den Punkt genau bedienen zu können. Dazu werden die Daten aus dem Kassensystem per Netzwerk gebündelt und natürlich auch analysiert. So weit so gut. Wenn aber missbräuchlich mit den Daten umgegangen wird und somit einseitig und ungefragt Nutzen gezogen wird, im weiteren Verlauf dann sogar aus Adressdaten für gewisse Kundenschichten, zum Beispiel Seniorenbedarf, Babyartikel usw., unerlaubt Kapital geschlagen wird, dann ist die segensreiche Technik der modernen Kassensysteme oder wie oben bereits erwähnt die moderne Handytechnik zum Überwachungsinstrument degradiert. Da fällt einem doch der alte Spruch ein: Mit einem Messer kannst du Obst teilen, oder ein Brot streichen. Mit einem Messer kannst du jemanden verletzen oder gar töten. Mit dem Handy kann man bei einem Verkehrsunfall oder einem Naturunglück geortet werden. Man kann aber auch damit auf Abwegen erwischt werden. Ein modernes Kassensystem hilft dem Supermarkt frische Waren gezielt zu ordern oder in schlechten Händen …, sie wissen schon.
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